Dr. Edith Altmann, Astrologie (f√ľrs) Leben. Mitglied im √Ėsterreichischen Astrologenverband, astrologische Praxis in Leoben/Steiermark. Die Website informiert √ľber den Zugang Dr. Altmanns zur astrologischen Theorie und Praxis und bietet umfangreiche Querverweise zwischen Geschichte der Astrologie, europ√§ischer und internationaler Geistesgeschichte und Philosophie. "> Astrologie - Dr. Edith Altmann ... herzlich willkommen!
 

„Ein Himmel voller Geigen?“

Die Tonarten und ihre entsprechenden Sternzeichen

Spiegelung

„Von der Musik wird alles erfasst, was Leben hat, da sie die Seele des Himmels ist.“ Cicero

Auch wenn es f√ľr uns heute kurios klingt, so hat sich trotzdem nichts daran ge√§ndert, dass eine Beziehung zwischen dem Sternenhimmel und der Musik besteht. Bereits ab ca. 2000 vor Christus brachten die Chald√§er, die Assyrer und die Babylonier die Musik mit Astronomie und Astrologie in Verbindung. Aber auch die antiken griechischen Philosophen wie Platon, Phytagoras, Aristoxenos oder Aristides, haben eine selbstverst√§ndliche Verbindung des Menschen und seiner Musik mit dem Kosmos angenommen. Im fr√ľhen und hohen Mittelalter ist die Musik als ars liberalis ein selbstverst√§ndlicher Teil des Quadriviums, das neben der Musik die Arithmetik, die Geometrie und die Astronomie umfasst. Neben Johannes Kepler erw√§hnen auch ber√ľhmte Komponisten und (Musik)- Theoretiker, dass eine Verbindung zwischen Mensch, Kosmos und Musik besteht.

Auf dem Gebiet der „Artes Fakult√§t“ lehrte man die

„septem artes liberalesdie 7 freien K√ľnste“:

T r i v i u m: Rhetorik – Grammatik – Dialektik und

Q u a d r i v i u m: Geometrie – Astronomie(!!!) – Arithmetik – Musik (!!!).

Die Aufteilung der Studienf√§cher gibt Auskunft √ľber den geistigen Hintergrund des Mittelalters bis zur Hochrenaissance: Der Mensch sah sich als einen Teil des Kosmos, er f√ľhlte sich integriert. Daraus l√§sst sich auch die Sichtweise Keplers gegen√ľber dem Universum besser begreifen.

Johannes Kepler (geb. 27.12.1571) studierte ab 1589 im T√ľbinger Stift Theologie, Philosophie, Astronomie und Geometrie. Keplers Vorstellungen von den Grundlagen der mathematischen Strukturen des Universums als Kosmos, die Gott als Archetypen f√ľr seine Sch√∂pfung genutzt hat, versuchte er mit vielen Begr√ľndungen zu skizzieren. Kepler sucht in allen seinen Werken nach Antworten zum inneren Zusammenhang der Sch√∂pfung und dem Zusammenwirken ihrer Teile.

Johannes Kepler schreibt im V. Buch seiner „WELTHARMONIK“ („Harmonice mundi“):

dass alle Harmonien, die in der Musik auftreten, sich am Himmel finden…
dass die T√∂ne der Tonleiter sowie Dur und Moll von bestimmten Bewegungen ausgedr√ľckt werden…
dass die Tonarten je in gewisser Weise von den einzelnen Planeten ausgedr√ľckt werden…
dass es Kontrapunkte oder Gesamtharmonien aller Planeten geben kann…
dass in den Planeten die Natur der vier Stimmen Diskant, Alt, Tenor, Bass ausgedr√ľckt ist…

Was verbindet die Tonarten mit dem Kosmos?

Das, was verbindet wird durch die Zahl ausgedr√ľckt.

Unter dem Motto „Die Welt ist Musik, und Musik ist Zahl!“ betrachteten die Pythagor√§er das Studium der Musik als Schl√ľssel zur Erkenntnis des Kosmos. Die Eigenschaft der Zahl als etwas „lebendig in uns Wirkendes“ ist uns fremd geworden, dem musikalischen Erleben aber ist es vertraut geblieben; so wird mit mathematischer Exaktheit unterschieden zwischen 2/3 oder 3/4, zwischen Quint und Quart usw..

Die Zahl lebt in uns und ist in uns wirksam wie in der Musik!

Wie in der Musik hat das „Gesetz der Teilung“ auch auf das Wesen des Menschen Einfluss, demnach w√§chst der Mensch genau solange bis sein Kopf 1/8 seiner K√∂rperh√∂he ausmacht. W√§hrend der Entwicklung und des Wachstums durchl√§uft der Mensch Stadien, in denen die K√∂rperteile Ihre Verh√§ltnisse zueinander (proportional) ver√§ndern. Das Verh√§ltnis von Kopf zu Rumpf wechselt und solche Zahlenverh√§ltnisse, die auch als Intervalle bezeichnet werden, k√∂nnen zum Klingen gebracht werden. In der Musik wird Intervall genannt, was zwischen zwei T√∂nen liegt, dem entspricht mathematisch physikalisch ein Quotient, ein Divisions- Verh√§ltnis zweier Zahlen.

Der Tonumfang einer Melodie betr√§gt genau drei Oktaven und jede Oktave wird als einschneidendes Ereignis empfunden: 1.Oktave: Zeugung, der Rumpf tritt aus dem Kosmos heraus, 2. Oktave: Geburt des physischen Leibes, Ende der Embryonalbildung, 3. Oktave: Ende des Wachstums, Geburt des „Ichs“.

Von gro√üer Bedeutung ist die Zahl „12“!

Es gibt 12 chromatische Halbt√∂ne, 12 Dur- und 12 Moll-Tonarten und 12 Tierkreiszeichen. Die 12 Tonarten stehen wie die 12 Tierkreiszeichen in Beziehung zum Jahreskreis (12 Monate, ein Tag hat 2 mal 12 Stunden) die christliche √úberlieferung kennt 12 Apostel, die heidnische 12 Titanen. Zudem beinhalten die Tonarten wie die Tierkreiszeichen auch wesentliche Ausdrucksbereiche der menschlichen Charakter- und Gef√ľhlswelt, das hei√üt, jede Tonart steht f√ľr einen bestimmten seelischen Ausdruck. Siese Stimmung wird bei Musikst√ľcken auch oft durch Texte belegt.

Jede Tonart, jedes Sternzeichen ist von einer unverwechselbaren inneren Wesensart!

Musik k√∂nne das Wesen des Kosmos unmittelbar darstellen, meinte Arthur Schopenhauer aus einer instinktiven Erkenntnis heraus; deshalb kann Musik zu allen sprechen und dies seit fr√ľhester Kindheit. Ein Komponist kann nichts nachahmen, er schafft aus seiner Seele die Motive der Musik, er sch√∂pft aus einer Welt, die nicht sichtbar ist, aus „h√∂heren Welten“. So kann der Mensch sich mit Musik „h√∂here in der Seele liegende F√§higkeiten“ erschlie√üen, so kann der Mensch durch Horoskop-Darstellungen Einblick in unterbewusste Pl√§ne erhalten. Auch in der Astrologie soll Unsichtbares sichtbar gemacht werden!

Wie kam es zur Tonarten-Charakteristik?

Sie basiert auf der Erfahrung vieler Musiker, wonach in einer bestimmten Tonart getroffene Aussagen nicht transponierbar sind, ohne dem Wahrheitsgehalt zu schaden. Von Ludwig van Beethoven wissen wir, wie vehement er sich gegen die Unsitte mancher S√§nger wehrte, etwa eine Arie von Mozart einfach um einen Ton h√∂her oder tiefer anzusetzen, weil sie dann besser in der Stimme liege. Dies w√ľrde die Komposition verf√§lschen und damit auch die vom Komponisten bestimmte Klangwahrheit. In der Kunst (aber auch in der Astrologie) kommt es auf den Wahrheitsgehalt an. So kann ein K√ľnstler mit derselben Sicherheit sagen, dies sei richtig oder falsch, wie ein Wissenschaftler bei einer Rechnung. Im Zusammenhang zum Ganzen kann es nicht anders sein, wenn es wahr und richtig ist! Der wahre K√ľnstler (ebenso der Astrologe) gibt Urbilder wieder, und nicht eigene Vorstellungen, das w√§ren blo√ü Abbilder. Als Argument gegen die Tonarten-Charakteristik wird die allm√§hliche Erh√∂hung der Orchesterstimmung im Laufe von vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten angef√ľhrt; das hei√üt, dass etwa Bachs Empfinden f√ľr C-Dur auch heute noch das n√§mliche w√§re, obwohl der Kammerton gestiegen ist.

MUSIK ist ein TEIL des schwingenden WELTALLS!

"Wenn ein Mensch im Ton k√ľnstlerisch t√§tig ist, ist er gleichsam mit seinem Ohr am Herzen der Natur." (Rudolf Steiner). Wenn wir uns von einer bestimmten Musik (Landschaft, Menschen, Farben) angezogen f√ľhlen, so hat dies mit „Wesensn√§he“ und einem tiefen gef√ľhlsm√§√üigen Mitempfinden zu tun.

Widder: C-Dur / a-moll
Stier: G-Dur / e-moll
Zwilling: D-Dur / h-moll
Krebs: A-Dur / fis-moll
Löwe: E-Dur / cis-moll
Jungfrau: H-Dur / gis-moll
Waage: Ges-Dur / e-moll
Skorpion: Des-Dur / b-moll
Sch√ľtze: As-Dur / f-moll
Steinbock: Es-Dur / c-moll
Wassermann: B-Dur / g-moll
Fische: F-Dur / d-Moll

Meine Empfehlung f√ľr Musik- Beispiele: STEFAN MICKISCH 2 CDs

(Pianist, www.mickisch.de/) „Tonarten und Sternzeichen“ Live-Mitschnitt 14.7.2005, Gidon-Kremer-Musikfestival in Lockenhaus, Bestell – Nr. FAF 263, Preis: € 27.- zzgl. Porto und Verpackung, B√ľro Stefan Mickisch – postalische Bestellung: Frau Silvia Hierstetter, Sch√ľbelweg 2, D- 92421 Schwandorf

Widder – Tonart der Erkenntniskr√§fte. Stier – Fr√ľhlingstonart. Zwilling – die Wahltonart ( f√ľr Bilanzen). Krebs – die Engelstonart. L√∂we – die Liebestonart (in moll: mahnendes Weltenschicksal). Jungfrau – die Tonart des Pythagoras (temperiert, mit einem Hauch von jenseitiger Trauer). Waage – die Politikertonart (in moll: die verworrenen Bilanzen mit gleich „6“ Kreuzen). Skorpion – Tonart f√ľr Kraft, Macht, Nacht (in moll: Untergrund-Milieu). Sch√ľtze – Glaubenstonart. Steinbock – die Gebirgstonart (Trauermarsch aus „G√∂tterd√§mmerung “ von R. Wagner). Wassermann – die Hoffnungs-Tonart (mehr Hoffnung als Durchsetzung). Fische – die Landschaftstonart (in moll: Lebensst√ľrme, Unwetter – „Sturmsonate“ von Bruckner).

Musik-Beispiele klassischer Musik: Tonarten und Sternzeichen

Den Beweis, dass die Tonart C-Dur mit den Widder-Kr√§ften in Verbindung steht, liefert Joseph Haydn in seiner Sch√∂pfung: „Es werde Licht!“. In Nr. 3 der Jahreszeiten fixiert er den C-Dur Dreiklang w√∂rtlich auf das Sternzeichen „Widder“, es hei√üt: „Vom Widder strahlet jetzt die helle Sonn.“ Auf den Jahreslauf √ľbertragen entsprechen die Sonnenstrahlen von C-Dur dem √úberwinden der Finsternis, also dem √úberschreiten des Fr√ľhlingspunktes am 21. M√§rz, wenn die Tage die N√§chte besiegen (Erkenntniskr√§fte). Als musikalischer Vergleich: die Klarheit der drei Knaben, aus Mozarts „Zauberfl√∂te“. WIDDER (Aries), Symbol: die ausgestreckten Arme des erwachenden Menschen, nach Licht strebend; feurig, warm, trocken, cholerisch.

Gegen√ľber liegt der Herbstpunkt (die Tag- und Nachtgleiche am 23.9.) im Sternzeichen Waage; tonal steht C-Dur im Tritonusabstand Fis- bzw. Ges-Dur gegen√ľber. In Fis- bzw. Ges-Dur halten einander die (6) Kreuze und die (6) Be die Waage. Von hier aus neigt sich der Quintenzirkel von Ges (Waage) √ľber Des (Skorpion) nach As (Sch√ľtze) in die n√§chtige Klangh√§lfte, was einem √úbergang in die Transzendenz entspricht. WAAGE (Libra), einerseits das Symbol einer Waage, aber auch der Abendsonne √ľber dem Horizont, die Zeit des Gleichgewichts in der Natur; luftig, warm, feucht, sanguinisch.

Steinbock: Es-Dur zieht vom tiefsten Punkt des Kreises Ende Dezember / J√§nner langsam nach oben. Die Tonart des Steinbocks ist zugleich die Weihnachtstonart, entsprechend schildert alle Es-Dur Musik die weihevolle Grundstimmung eines gro√üen Beginns. Mysterien heben in Es-Dur an (z.B. Mozarts „Zauberfl√∂te“, Wagners „ Rheingold“), heldische Kr√§fte sammeln sich (Beethovens, „Eroica“, Siegfrieds Thema in der „G√∂tterd√§mmerung“, „Das gro√üe Tor von Kiew“ am Ende von M. Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“). STEINBOCK (Capricornus), Symbol der Sonne, die langsam aus der Tiefe nach oben steigt (Wintersonnenwende) erdig, kalt, trocken, melancholisch.

Zunehmende Helligkeit breitet sich aus von der hoffnungsvollen Tonart B-Dur (Wassermann) bis hin zur sieghaften Tonart D-Dur (Zwilling), in der etwa Beethovens 9. Symphonie endet.

Die lichteste und am h√∂chsten stehende Tonart ist das A-Dur (Krebs). Jedes Sternzeichen f√ľhrt eine negative und tr√ľbe Seite mit sich, dies dr√ľcken die parallelen Moll-Tonarten aus, die im gleichen Sternbild und bei gleichen Vorzeichen (3 Kreuze) einen Kampf in fis-moll f√ľhren. Das A-Dur symbolisiert das Positivste f√ľr das Krebs-Zeichen, Engelskr√§fte voller Sehnen nach einer besseren Welt (Beethoven, „Fidelio“), im negativen Fall erklingt Fis-moll, in der Musikgeschichte tauchen Zwitterwesen auf mit Absturz-Stimmung; das W√§hlerische von Zwilling hat J.S. Bach in seiner H-moll Messe in Religiosit√§t umgepolt. F√ľrbitten erklingen, um den Menschen zu helfen (Matthias-Passion). KREBS (Cancer), zwei gegenl√§ufige Spiralen als Symbol der aufsteigenden und absteigenden Sonnenbahn; zur Sommersonnenwende erreicht die Sonne den Wendekreis des Krebses und beginnt „r√ľckw√§rts“ zu laufen; w√§ssrig, kalt, feucht, phlegmatisch.

„Die Musik wechselt wie die Architektur ihre Stile, und eine Form verdr√§ngt die andere in dem Grade, wie die Gesellschaft ihr Ideal, ihren geistigen Gehalt √§ndert“ Franz Liszt


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