Dr. Edith Altmann, Astrologie (fürs) Leben. Mitglied im Österreichischen Astrologenverband, astrologische Praxis in Leoben/Steiermark. Die Website informiert über den Zugang Dr. Altmanns zur astrologischen Theorie und Praxis und bietet umfangreiche Querverweise zwischen Geschichte der Astrologie, europäischer und internationaler Geistesgeschichte und Philosophie. "> Astrologie - Dr. Edith Altmann ... herzlich willkommen!
 

ASTROLOGIE
ist eine komplexe Materie

Sonnenuhr

Schon dreitausend Jahre vor der Zeitrechnung beobachtete der Mensch die Zeichen am Himmel, war doch sein Überleben von Tag und Nacht, dem Wetter und den Gezeiten abhängig. Er orientierte sich an der Bewegung der Sonne, die von Osten kam und den Tag brachte, und die, wenn es dunkel wurde, im Westen unterging. Der Mensch betrachtete den Himmel und beschrieb markante Fixsterngruppen als Bilder. Was er von Auge sehen konnte, setzte er in Bezug zu seinen Erfahrungen und versuchte Zusammenhänge zwischen „oben“ und „unten“ herzustellen.

Dann erfand er Instrumente, die erlaubten, mehr zu erkennen: Der Himmel, der Weltraum, wurde in gleichem Masse weiter, größer und tiefer, wie die Instrumente feiner und präziser wurden. Mittlerweile ist die Technik so weit fortgeschritten, dass man mit riesigen Fernrohren, wie etwa dem Hubble–Weltraumteleskop, nicht nur die Galaxis betrachten kann, sondern sogar die Geburt von ungeheuer weit entfernt liegenden Sternsystemen.

Je weiter die Astronomen aber in den Weltraum dringen, desto mehr wird ihnen bewusst, wie winzig klein, verglichen mit dem Ganzen, der Ausschnitt ist, den sie überhaupt erforschen können. Mit der Astrologie, der Lehre über den inneren, symbolhaften Gehalt der Sterne ist es ebenso. Auch wir Astrologen bewegen uns immer nur in einem Bruchteil dessen, was das ganze Gebiet der Astrologie ausmacht. Entsprechend komplex und vielschichtig ist die Aufgabe, die vorhandenen Fakten so zu interpretieren, dass sie Sinn geben und nützlich sind.

Zwischen 1450 und 1650 wurde Astrologie an vielen Universitäten gelehrt. Mathematiker, Physiker, Mediziner, Philosophen, Astronomen befassten sich damit: Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler, Galileo Galilei, Paracelsus. Seit Jahrmillionen halten die Gestirne ihre Bahnen ein, so dass der Mensch in der Lage war, seine Kalender und Uhren exakt danach auszurichten. Wir Menschen sind ein Teil der Natur und wie diese von Naturkräften und kosmischen Rhythmen abhängig. Demnach vollzieht sich unser Leben nach festgelegten Grundprinzipien und Maßeinheiten. Bis ca. 1650 stand der Begriff „Astronomus“ als Synonym für Astrologie und Astronomie. Astronomie, die Lehre von den in den Sternen wirkenden Naturgesetzen. Astrologie, die Lehre von dem in den Sternen wirkenden geistigen Sinn.

Der Rationalismus, eingeleitet durch Rene Descartes, und später die Aufklärung drängten die Astrologen in die Defensive oder in die Ecke des verstaubten Aberglaubens. Auf den Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie wurde zunehmend geachtet. Die Mathematik wird Vorbild für Philosophie und Wissenschaft. „Cogito ergo sum“ - ich denke, also bin ich! Jede Naturerscheinung wird mit einer mechanischen Weltanschauung erklärt. Wahr ist nur, was durch vielfältige Erfahrung und Experimente begründbar ist. Begriffe wie „Seele, Unterbewusstsein, Kunst“ gelten als unwissenschaftlich, da sie mit mathematischen Methoden nicht fassbar sind. Die Folgen dieser Entwicklung sind bis heute unbewältigt!

Erst zu Beginn des 20. Jh. erhielt die Astrologie wieder Auftrieb – zumindest weiß jeder das Tierkreiszeichen seiner Geburt, unabhängig, ob er an Astrologie glaubt oder nicht.


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